Dienstag, 4. Oktober 2022

Bewerbungsfrist für Berndt Koberstein Preis 2023

Die Bewerbungsfrist für den Berndt Koberstein Preis für Zusammenleben und Solidarität 2023 läuft bis zum 30. November 2022.

Bewerbungen können schriftlich bis zum 30.11.2022 an:
Guzzoni-Federer Stiftung, Carl von Ossietzky Str. 7, 79111 Freiburg oder per Mail an gfs@guzzoni-federer-stiftung.de, an Hst.Guzzoni@web.de oder an info@berndt-koberstein-preis.de gerichtet werden.

Der Berndt Koberstein Preis wird seid 2012 vergeben, ab 2019 nicht mehr von Hendrijk Guzzoni privat, sondern von der neugegründeten Guzzoni-Federer Stiftung für Zusammenleben und Solidarität. Er zeichnet jedes Jahr Initiativen, Organisationen oder Einzelpersonen aus, die mit beispielhaften Aktivitäten und Projekten in besonderer Weise zu einem guten nachbarschaftlichem Zusammenleben, zu einem solidarischen Miteinander der Menschen beitragen, die das Eigenengagement von Menschen für ein gutes Miteinander-Leben fördern, die Ausgrenzung bekämpfen und Inklusion befördern.

Der Berndt Koberstein wird nächstes Jahr zum zwölften Mal verliehen. Für den Berndt Koberstein Preis können sich Gruppen, Initiativen und auch Einzelpersonen bewerben aus Freiburg und der näheren Umgebung.

Der Berndt Koberstein Preis wird jährlich vergeben und ist mit 10.000 € dotiert. Die Preisverleihung für den Berndt Koberstein Preis 2023 wird Anfang Mai 2023 stattfinden.
Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an gfs@guzzoni-federer-stiftung.de oder an Hst.Guzzoni@web.de.

Mittwoch, 13. April 2022

Koberstein-Preis 2022 geht an Britt Schilling

Der diesjährige Preis der Berndt-Koberstein-Stiftung für Zusammenleben und Solidarität geht an die Freiburger Fotografin Britt Schilling. 

Die Jury hat sich für die Fotografin entschieden, weil bei ihren Arbeiten vor allem der tiefgreifende Humanismus zum Ausdruck kommt.

Die Preisverleihung findet am 4. Mai 2022, 19 Uhr im Weinschlösschen statt.

Ausführlicher Artikel in der Bad. Zeitung vom 06.04.2022 (PDF)

Grußwort des ersten Bürgermeisters von Kirchbach

Dienstag, 22. September 2020

Pressemitteilung: Bewerbungsfrist für Berndt Koberstein Preis 2021

Die Bewerbungsfrist für den Berndt Koberstein Preis für Zusammeleben und Solidarität 2020 läuft bis zum 30. November 2020.

Bewerbungen können gerichtet werden bis zum 30.11.2020 schriftlich an:

Guzzoni-Federer Stiftung, Carl von Ossietzky Str. 7, 79111 Freiburg oder per Mail an gfs@guzzoni-federer-stiftung.de, an

Hst.Guzzoni@web.de oder an info@berndt-koberstein-preis.de.

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Der Berndt Koberstein Preis wird ab 2019 nicht mehr von Hendrijk Guzzoni privat, sondern von der neugegründeten Guzzoni-Federer Stiftung für Zusammenleben und Solidarität verliehen. Er zeichnet jedes Jahr Initiativen, Organisationen oder Einzelpersonen aus, die mit beispielhaften Aktivitäten und Projekten in besonderer Weise zu einem guten nachbarschaftlichem Zusammenleben, zu einem solidarischen Miteinander der Menschen beitragen, die das Eigenengagement von Menschen für ein gutes Miteinander-Leben fördern, die Ausgrenzung bekämpfen und Inklusion befördern.

Der Berndt Koberstein wird nächstes Jahr zum zehnten Mal verliehen. Für den Berndt Koberstein Preis können sich Gruppen, Initiativen und auch Einzelpersonen bewerben aus Freiburg und der näheren Umgebung (Näheres auch unter www.berndt-koberstein-preis.de).

Der Berndt Koberstein Preis wird jährlich vergeben und ist mit 10.000.-€ dotiert. Die Preisverleihung für den Berndt Koberstein Preis 2021 wird – so die Lage dies zulassen wird – Anfang Mai 2021 stattfinden.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an gfs@guzzoni-federer-stiftung.de oder an Hst.Guzzoni@web.de.

Montag, 25. Mai 2020

Sozial- und Seniorengenossenschaft SAGES und die Gesundheits-Hilfsorganisation MEDINETZ sind Preisträger*innen des Berndt Koberstein Preises 2020.

Die Jury des Berndt Koberstein Preises würdigt mit Ihrer Entscheidung für die Sozial- und Seniorengenossenschaft SAGES den Ansatz einer von unten, auf Selbstorganisation aufbauenden genossenschaftlich organisierten Senioren- und Sozialarbeit. Angesichts des demografischen Wandels werden, so die Jury, nachbarschaftliche Ansätze für das Zusammenleben für die ältere Generation immer wichtiger.

MEDINETZ versorgt seit vielen Jahren Menschen mit medizinischen Leistungen ohne Rücksicht auf eventuell fehlende finanzielle Mittel oder Dokumente und Ausweise. Hiermit wird Menschen in großer Notlage unbürokratisch und effektiv geholfen – ein Akt menschlicher Solidarität und ein Zeichen gegen grassierenden Rassismus.

Die Preisverleihung für den Berndt Koberstein Preis 2020 findet am Donnerstag, den 7. Mai ab 19:30 im „Weinschlösschen“ statt.

Freitag, 3. Mai 2019

Ludatio Kuhle Wampe

von Maxi Schneider


Liebe Kuhle Wampe, lieber Hendrijk, liebe Jury, liebe Antifaschist_innen, liebe Gäste,

nein, Kuhle Wampe hat nichts mit Bierbäuchen zu tun. Aber ahnungslos und vorurteilsbehaftet wie ich war, dachte ich das als ich vor einigen Jahren zum ersten mal von einem Motorradclub mit diesem Namen hörte.

Weit gefehlt.

Der Name, den sich der antifaschistische Motorradclub vor über 40 Jahren gab, stellt historische Bezüge zur Arbeiterbewegung der Weimarer Republik her. Ich möchte Sie und euch daher zunächst einmal mitnehmen in die erste Hälfte des vergangenen Jahrhunderts und damit in eine Zeit, in der unsere Kuhle Wampe von heute noch gar nicht gegründet war. 

Laudatio auf „friga e.V. Sozialberatung in der Fabrik“.

von Jess Jochimsen


Liebe Preisträgerinnen, liebe Jury,
sehr geehrte Damen und Herren,

der Preis, dessentwegen wir hier sind, erinnert nicht nur an das Wirken seines Namensstifters, er beinhaltet in seiner vollen Betitelung auch ein „wofür“. Weil dieses „wofür“ ziemlich wundervoll ist und weil es die Preisträgerin, die ich loben möchte, so treffend beschreibt, sei es einmal komplett genannt und ausgesprochen. Und zwar gleich, im ersten und wichtigsten Satz:

Der diesjährige „Berndt Koberstein Preis für Zusammenleben und Solidarität in Freiburg“ geht – wie ich finde, zu Recht und aus besten Gründen – an die „Freiburger Initiative gegen Arbeitslosigkeit, friga, Sozialberatung in der Fabrik“. Herzlichen Glückwunsch!

Laudatio Straßenschule Freiburg


von Dirk Oesselmann


Liebe Gäste und Mitwirkende dieser Preisverleihung, liebe Engagierte, besonders die der Straßenschule, sehr geehrte Damen und Herren,

„Wir gehen dorthin, wo keiner hinwill!“ – „Wir sind mit denen, die keiner sehen will!“ – „Wir sind bei denen, die keiner hören will!“ So definierten sich die Streetworker, mit denen ich vor vielen Jahren in meiner Arbeit mit Straßenkindern im Großraum São Paulo Kontakt hatte. Zwei Dinge sind daran bemerkenswert: Einmal die besondere Aufmerksamkeit auf die No-Go / No-See / No-Hear-Menschen. Ja, es gibt sie: Menschen, die mitten unter uns sind und trotzdem ist es so, als ob sie nicht da wären. Zum anderen, es kommt darin eine gegenläufige Dynamik gegen ein gesellschaftliches Nicht-Wollen zum Ausdruck, gegen auch emotional begründete Ausgrenzung.

Donnerstag, 3. Mai 2018

Koberstein Preisverleihung 2018

Laudatio für das Linkes Zentrum adelante von Lina Wiemer-Cialowicz

Liebes LIZ, lieber Hendrijk, liebe Jury, liebe Engagierte, sehr geehrte Damen und Herren,

die Verleihung des Bernd-Koberstein-Preises an das Linke Zentrum adelante freut mich sehr und sie bietet mir und uns die Möglichkeit, ganz allgemein und generell, aber auch konkret über „Linkes Engagement“ und „Linke Politik“ in Freiburg nachzudenken.

„Gemeinsam, solidarisch, selbstverwaltet.“ So versteht sich das Linke Zentrum in der Glümerstraße 2 in der Freiburger Wiehre. Ich finde, das ist nicht nur die Beschreibung des Ist-Zustands, es ist auch zukunftsweisend.

Das Linke Zentrum ist ein Ort, der bald sein sechs-jähriges Bestehen in sehr bürgerlicher Nachbarschaft feiert. Ein Ort, gegründet von einem Kollektiv von zumeist Alt-Linken, ist ein Ort für potentielle Jung- und Neu-Linke geworden. Ein Ort, der es seit sechs Jahren schafft, sich allein aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen zu finanzieren. Von Beginn an bestand der Anspruch eine Anlaufstelle vor allem für junge Menschen zu sein. Dass dies gelungen ist, wird spätestens bei den Straßenfesten in der Glümerstraße deutlich.

Anspruch und Wirklichkeit liegen beim Linken Zentrum dicht nebeneinander. Und das können nicht alle linken Anlaufstellen in Freiburg von sich behaupten.

Erfolgreich können linken Bewegungen und linke Politik dann sein, wenn sie allgemeinen Schlagwörtern wie Kapitalismuskritik, Neoliberalismus oder Heteronormativität ein Aussehen jenseits von Dogmatismus und Ideologien verleihen, und wenn sie es schaffen, linke Theorien in praktische Arbeit zu übersetzen. Genau das gelinkt im Linken Zentrum, denn es bietet einen niederschwelligen und offenen Raum für linke Politik. Neben Vorträgen, Organisation von Demos oder Lesekreisen, können dort Menschen zusammenkommen, die noch in keiner fest organisierten Gruppe aktiv sind.

Laudatio an die ADW


von Wilfried Telkämper

Laudatio zur Verleihung des Berndt Koberstein-Preises an die ADW, 03.05.2018 



Lieber Hendrik Guzzoni, liebe Jury, liebe ADWlerInnen, lieber Bürgermeister von Kirchbach, StadträtInnen, FreundInnen und Gäste,

vielen Dank für die Möglichkeit, die Laudatio zur Verleihung des Berndt-Koberstein-Preises an die ADW, Aktion Dritte Welt in Freiburg, halten zu dürfen – und das im Jahr des 50-jährigen Bestehens der ADW.

Mir ist es eine besondere Ehre, mit diesem Preis nicht nur an die Zusammenarbeit und Solidarität in unserer Stadt Freiburg zu erinnern, sondern gleichzeitig auch Berndt Koberstein zu gedenken.

Kurz vor seiner Abreise 1986 nach Nicaragua hatten wir auf dem Gelände der FEW noch einen Tag lang einen Container mit Rohren für die Wasserleitung in Wiwili beladen. Mit Freude konnten wir vor dem Verschließen des Containers noch ein paar private Geschenke für FreundInnen in Wiwili einladen, insbesondere den Vespa-Roller von Christian Neven-du Mont. Das war meine letzte Begegnung mit Berndt vor seiner Ermordung.


Donnerstag, 5. Oktober 2017

Bewerbungsfrist für Berndt Koberstein Preis 2018

Bewerbungen können gerichtet werden bis zum 30.11.2017 schriftlich an: Berndt Koberstein Preis, c/o Hendrijk Guzzoni, Carl von Ossietzky Str. 7, 79111 Freiburg oder per Mail an Hst.Guzzoni@web.de oder an info@berndt-koberstein-preis.de.

Der Berndt Koberstein Preis zeichnet jedes Jahr Initiativen, Organisationen oder Einzelpersonen aus, die mit beispielhaften Aktivitäten und Projekten in besonderer Weise zu einem guten nachbarschaftlichem Zusammenleben, zu einem solidarischen Miteinander der Menschen beitragen, die das Eigenengagement von Menschen für ein gutes Miteinander-Leben fördern, die Ausgrenzung bekämpfen und Inklusion befördern.

Der Berndt Koberstein wird nächstes Jahr zum siebten Mal verliehen. Für den Berndt Koberstein Preis können sich Gruppen, Initiativen und auch Einzelpersonen bewerben aus Freiburg und der näheren Umgebung (Näheres auch unter www.berndt-koberstein-preis.de).

Der Berndt Koberstein Preis wird jährlich vergeben und ist mit 10.000.-€ dotiert. Die Preisverleihung für den Berndt Koberstein Preis 2018 wird Anfang Mai 2018 erfolgen.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Hst.Guzzoni@web.de.

Sonntag, 14. Mai 2017

Badische Zeitung: "Wir entsprechen keiner Norm"

Zwei Freiburger Vereine wurden mit dem Berndt-Koberstein-Preis ausgezeichnet – die Jury setzte ein klares Statement.


Emotional, persönlich, politisch: Die diesjährige Verleihung des Berndt-Koberstein-Preises sollte mehr sein als ein Abend voller Floskeln und Händeschütteln. Bei der Veranstaltung im Weinschlösschen wurden die Freiburger Vereine "Schwere(s)-Los" und "Wahlkreis 100%" ausgezeichnet – besonders die Wahl des zweiten Preisträgers war ein klares Statement der Jury in Richtung Politik.

Der "Wahlkreis 100%" setzt sich dafür ein, dass Migrantinnen und Migranten an allen Wahlen teilnehmen dürfen – unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft. "Ich hatte einen italienischen Pass und durfte nicht wählen", sagte der Stifter des Preises, Hendrijk Guzzoni, in seiner persönlichen Ansprache.

Vielleicht auch deshalb fiel die Wahl der Jury auf die im Jahr 2002 gegründete Initiative, die in Freiburg bis heute vier symbolische Wahlen für ausländische Mitbürger abgehalten hat, um gegen Einschränkungen des Wahlrechts zu protestieren. Ihr Slogan: "Hier lebe ich, hier wähle ich." Der Vorsitzende des Vereins, Clemens Hauser, zeigte sich begeistert über die Auszeichnung: "Für uns ist diese Wertschätzung unglaublich wichtig. Der Berndt-Koberstein-Preis ist aus unserer Sicht ein politischer Preis."

Genauso sieht das auch Hendrijk Guzzoni. Der ehemalige Stadtrat und überzeugte Kommunist rief den mit 10 000 Euro dotierten Preis vor fünf Jahren ins Leben und benannte ihn nach seinem Freund Berndt Koberstein – einem Entwicklungshelfer, der in Nicaragua von rechtsgerichteten Rebellen ermordet worden war. Seitdem zeichnet er mit dem Preis jedes Jahr Initiativen in der Region aus, die für ein solidarisches Miteinander eintreten.

Mit dem anderen Preisträger des Abends, dem Verein "Schwere(s)-Los", bedachte die Jury eine Initiative, die kulturelle Angebote für Menschen anbietet, die am Rande der Gesellschaft stehen. Im Jahr 2007 hatte die Künstlerin Maren Moormann das Projekt ins Leben gerufen – und damit eine Initiative entfesselt, die im Laufe der Zeit ein immer breiteres Spektrum an Angeboten entwickelte. Dazu zählen mittlerweile unter anderem ein Bettlerchor und eine Töpferwerkstatt für psychisch kranke und obdachlose Menschen. "Schwere(s)-Los ist ein Vielspartenhaus", sagte Laudatorin Ursula Konfitin, ehemalige Leiterin des Amtes für Soziales und Senioren.

Die Gruppe bedankte sich ganz auf ihre Weise – mit selbst komponierter Live-Musik. So standen sie alle zusammen auf der Bühne und sangen: "Wir sind wie Bananen, wir entsprechen keiner Norm. Lebenskünstler – Kultur für alle!"

Quelle: http://www.badische-zeitung.de/freiburg/wir-entsprechen-keiner-norm--136414704.html

Samstag, 13. Mai 2017

Sonntag, 12. März 2017

Berndt Koberstein Preis 2017

Pressemitteilung

Preisträger des Berndt Koberstein Preises 2017 sind „Schwere-s-Los“ und „Wahlkreis 100%“.
Der mit insgesamt 10.000.-€ dotierte Preis wird seit 2012 Mal vergeben und erinnert an den 1986 von der Contra in Nicaragua ermordeten Aufbauhelfer Berndt Koberstein.

Die Jury des Berndt Koberstein Preises würdigt mit Ihrer Entscheidung die beispielhafte künstlerische und kulturelle der Initiative „Schwere-s-Los“ Arbeit mit Erwerbslosen und seit einigen Jahren auch mit Flüchtlingen. „Schwere-s-Los“ ist dabei mehr als nur ein Zusammenschluss von künstlerischen Initiativen, sondern trägt mit ihrer Arbeit in vorbildlicher Weise zur Stärkung des Selbstwertgefühls und des Eigenengagements von in unserer Gesellschaft benachteiligten Menschen bei – kulturelle Bildung und „empowerment as ist best“.

Die Laudatio für „“Schwere-s-Los“ wird Ursula Konfitin, ehemalige Leiterin des Amtes für Soziales und Senioren der Stadt Freiburg, halten.

Der Verein „Wahlkreis 100%“ setzt sich seit Jahren für ein uneingeschränktes Wahlrecht für alle in der BRD, bzw. in Freiburg lebenden Menschen ein, egal welcher Staatsangehörigkeit, also für 100% der erwachsenen EinwohnerInnen unserer Stadt. Gleichzeitig führt „Wahlkreis 100%“ bei lokalen wie nationalen Wahlen mit dem Aufstellen eigener Wahlurnen exemplarische Wahlen für alle in Freiburg lebenden AusländerInnen und Deutsche mit Migrationshintergrund durch und veröffentlicht deren Ergebnisse. In einer Zeit, in der politisch viel über Integration gesprochen wird, ein besonders wertvoller Beitrag dazu.

Die Laudatio für den „Wahlkreis 100%“ hält Meral Gründer, Geschäftsführerin von „Südwind“.

Für die musikalische Begleitung sorgt die Gruppe „Gobi 3 Schöne“.

Die Preisverleihung des Berndt Koberstein Preises 2017 findet am Donnerstag, den 4. Mai 2016 um 19Uhr30 im „Weinschlösschen“ (Wilhelmstr./Ecke Schnewlinstr.) statt.

Donnerstag, 26. Mai 2016

Freitag, 6. Mai 2016

Badische Zeitung: Das Mietshäusersyndikat erhält den Berndt-Koberstein-Preis 2016

In diesem Jahr ging der mit 10 000 Euro dotierte Berndt-Koberstein-Preis an das Mietshäusersyndikat. Linke-Stadtrat Hendrijk Guzzoni hat den Preis in Erinnerung an seinen Freund gestiftet, der 1986 in Nicaragua ermordet wurde.

Die Preisträger wollten nur im Kollektiv auf die Bühne, und so wurde es am Dienstagabend ziemlich voll im Gewölbekeller des Weinschlösschens: "In einer Zeit, in der Wohnungsknappheit und galoppierende Mietpreissteigerungen das Grundrecht auf Wohnen immer stärker beeinträchtigen, ist das Wirken des Miethäusersyndikats wertvoller denn je", befand die Jury.

Vor fünf Jahren hatte Linken-Stadtrat Hendrijk Guzzoni den Preis gestiftet, in Erinnerung an seinen Freund, den 1986 in Nicaragua ermordeten Aufbauhelfer Berndt Koberstein. "Dieses Jahr wäre Berndt 60 geworden, er wurde nicht mal 30", sagte Guzzoni zu Anfang, "ein ganz seltsames Gefühl." Mit dem Preis will Guzzoni Initiativen oder Personen würdigen, die sich für ein solidarisches Zusammenleben engagieren.

In diesem Sinne waren die Preisträger ein Volltreffer. Das Mietshäusersyndikat, das Anfang der 80er Jahre als kleine Kooperative auf dem Grether-Gelände begann, hat sich zu einem Verbund von 111 Hausprojekten mit mehr als 2000 Bewohnern in verschiedenen Städten und im ländlichen Raum entwickelt. In den einzelnen Häusern können Menschen günstig und eigenverantwortlich wohnen, ihre Organisation im Syndikat verhindert, dass die Immobilien jemals verkauft werden können. Sie sind dem Markt und der Gewinnerzielung entzogen – und das ist das Schnippchen, das die Syndikalisten dem Kapitalismus geschlagen haben.

"Euer Beispiel macht Mut, ihr seid mehr als ein Geschäftsmodell", würdigte Laudator Martin Wiedemann von der Fabrik die Preisträger in einer klugen und empathischen Rede: Sie begann mit dem Recht auf Behaust-Sein, das vom Höhlenmenschen bis zum Plattensiedler politische und gesellschaftliche Bedeutung hat, sprang zum Häuserkampf als Hebel zur Systemveränderung und endete mit der gewitzten Strategie des Mietshäusersyndikats.

Stellvertretend für alle bedankte sich Stefan Rost und regte das nächste Schnippchen an: Wäre doch schön, meinte er, wenn Mieterinitiativen bei der Stadtbau die Selbstverwaltung für ihre Häuser einführen würden. Langanhaltender Applaus für die Preisträger.

Mittwoch, 16. März 2016

Berndt Koberstein Preis 2016

Pressemitteilung

Preisträger des Berndt Koberstein Preises 2016 ist das Miethäuser Syndikat. Der mit 10.000.-€ dotierte Preis wird 2016 zum fünften Mal vergeben und erinnert an den 1986 von der Contra in Nicaragua ermordeten Aufbauhelfer Berndt Koberstein.

Mit ihrer Entscheidung würdigt die Jury des Berndt Koberstein Preises den kontinuierlichen großen Beitrag des Mietshäuser-Syndikats zum dauerhaften Erhalt von bezahlbaren Mietwohnungen. „In einer Zeit, in der Wohnungsknappheit und galoppierende Mietpreissteigerungen das Grundrecht auf Wohnen immer stärker beeinträchtigen, ist das Wirken des Miethäuser-Syndikats wertvoller denn je“, so die Jury. Besondere Würdigung findet die Tatsache, dass das Konzept des Mietshäuser-Syndikats einen Großteil der Verantwortung und Entscheidungskompetenz in die Hand von Hausgemeinschaften legt. „So entsteht verantwortliches und solidarisches Miteinander-Wohnen“, so Jury-Mitglied Bernd Obrecht.

Die Laudatio für das Mietshäuser-Syndikat wird Martin Wiedemann, Chef des Kulturprogramms des Vorderhaus, halten.

Für die musikalische Begleitung sorgt die Gruppe „Meeting Waters“.

Die Preisverleihung des berndt Koberstein Preises 2016 findet am Dienstag, den 3. Mai 2016 um 19Uhr30 im „Weinschlösschen“ (Wilhelmstr./Ecke Schnewlinstr.) statt.

Donnerstag, 14. Mai 2015

Montag, 11. Mai 2015

BZ: Berndt-Koberstein-Preis geht an Projekte für Solidarität und Zusammenleben

Der Berndt-Koberstein-Preis geht in diesem Jahr an Projekte der Feministischen Geschichtswerkstatt und des Forums Weingarten.

Den diesjährigen, mit 10 000 Euro dotierten Berndt-Koberstein haben die Feministische Geschichtswerkstatt und das Forum Weingarten erhalten. Die Verleihung fand jüngst in den Kellergewölben des "Weinschlössle" in der Wilhelmstraße statt.

Stadtrat Hendrijk Guzzoni (Linke Liste) ist ein Jugendfreund von Berndt Koberstein. Vor vier Jahren hat er aus seinem persönlichen Vermögen die Auszeichnung "für Zusammenleben und Solidarität" gestiftet. Er wollte damit seinen am 31. August 1956 geborenen einstigen Weggenossen ehren, der sich schon früh in der Gewerkschaftsjugend und der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend engagiert hatte. 1985 war Koberstein zum ersten Mal nach Wiwili in Nicaragua geflogen, um beim Bau einer Wasserleitung zu helfen. In der 80 000-Einwohner-Stadt war zuvor am 30. April 1983 der Freiburger Arzt Tonio Pflaum mit 13 anderen Menschen bei einem Überfall von Contra-Rebellen umgebracht worden. Bei seinem zweiten Arbeitseinsatz in Nicaragua am 28. Juli 1986 ereilte Koberstein dann das gleiche Schicksal. Auch er wurde ermordet.

Der mit 10 000 Euro dotierte Koberstein-Preis ging dieses Jahr zu gleichen Teilen an die Feministische Geschichtswerkstatt für das Projekt "Protagonistas" und an das Forum Weingarten für das Projekt "Wohnverwandschaften plus". Die Jury würdigte damit die vielfältigen Aktivitäten von über zwanzig Frauen, die sich als Mitglieder der "Feministischen Geschichtswerkstatt" auf die Spurensuche von besonderen Frauen begeben haben. Diese – darunter sind auch viele Migrantinnen – haben in ihrem Umfeld sozial und kulturell gewirkt, sind aber in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt geblieben.
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Mit dem von Hauptamtlichen des Forums Weingarten und der städtischen Baugesellschaft Freiburger Stadtbau begleiteten Projekt "Wohnverwandtschaften plus" sind in zwei Stockwerken eines sanierten Hochhauses in Weingarten Menschen in 15 Wohnungen vernetzt worden, die ihr Zusammenwohnen als generationenübergreifende Aufgabe gestalten. Durch gegenseitige nachbarschaftliche Hilfe, gemeinsame Unternehmungen und vieles mehr will man die Lebensqualität aller Bewohner steigern. Die Laudatio für die Feministische Geschichtswerkstatt hielt die städtische Frauenbeauftragte Simone Thomas. Das Projekt des Forums Weingarten stellte Dennis Voss, Abteilungsleiter bei der Stadtbau, vor. Für die Stadt bedankte sich OB Dieter Salomon, der selbst schon zweimal die Gräber von Pflaum und Koberstein in Nicaragua besucht hat, bei dem Preisstifter. Auch die Leiterin des Wiwili-Vereins, Marlu Würmell-Klauss, erzählte in bewegenden Worten von ihren "indirekten Begegnungen" mit Berndt Koberstein.

Quelle: http://www.badische-zeitung.de/freiburg/berndt-koberstein-preis-geht-an-projekte-fuer-solidaritaet-und-zusammenleben--104622020.html